Dienstag, 14. März 2017

Buchrezension: AchtNacht

• Autor: Sebastian Fitzek
• Fassung: Taschenbuch
• ISBN: 978-3-426-52108-3
• Seiten: 400
• Genre: Krimi/ Thriller
• Verlag: Droemer Knaur

Klappentext:

Stellen Sie sich vor, es gäbe eine Todeslotterie. Sie könnten den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der "AchtNacht", am 8.8. jeden Jahres, würde aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte wäre eine AchtNacht lang vogelfrei, geächtet.
Jeder in Deutschland dürfte ihn straffrei töten - und würde mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel.
Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.

Und Ihr Name wurde gezogen!

Erster Satz:

"Hier ist der Anruf für Sie."

Zitat:

Er rannte. Rannte und rannte schneller als je zuvor die Seestraße hinunter. Ohne auf Ampeln, Fahrradfahrer oder Fußgänger zu achten. Ohne sich zu fragen, ob er grade beobachtet oder gar verfolgt wurde von einem Teil jener anonymen Masse, die sich gegen ihn formiert hatte. Unsichtbar und dennoch tödlich, wie radioaktiver Abfall, der sich in rasender Geschwindigkeit im Netz verbreitete. (S. 113)

Meine Meinung:

Schon als ich das erste Mal von dem Buch und der Idee dahinter hörte erinnerte es mich sehr an die Filmreihe "The Purge". Ich habe die ersten beiden Teile der Reihe gesehen und fand die Idee sehr interessant, aber die Umsetzung eher so lala. 
Umso gespannter war ich natürlich, was Fitzek aus dieser Idee machen würde, auf die ihn "The Purge" gebracht hat, wie er vorweg im Buch schreibt.
Und ich kann sagen, dass Fitzek eine interessante Idee gelungen umgesetzt hat.

Ein neuer Trend geht durch die sozialen Medien: die AchtNacht.
Angeblich soll am 8.8. eine Todeslotterie starten, in die man jeden beliebigen Menschen eintragen lassen kann und einer wird aus diesen Vorschlägen gezogen und ist für 12 Stunden vogelfrei! 
Alle halten es für einen Fake, aber dann beginnt die AchtNacht und nun berichten auch die Nachrichten von diesem Spektakel.
Und plötzlich beginnt die Jagd auf die ausgeloste Person.

Der Schreibstil von Fitzek ist wie immer grandios. Ich liebe es wie er mit seinen Worten eine komplett unheimliche Atmosphäre schaffen kann, so dass es mir beim lesen durchaus mal kalt den Rücken herunterläuft, wenn ich daran denke selbst in solch einer Situation zu sein.
Der Spannungsbogen war gut ausgearbeitet, auch wenn an einigen Stellen noch ein wenig Luft nach oben war. Die Twists waren, wie von Fitzek nicht anders zu erwarten, mal wieder grandios platziert und sorgten bei mir für einige Überraschungen.
Wie ich schon erwähnt, finde ich die Idee hinter dem Buch sehr interessant und die Umsetzung erschreckend realistisch!

Benjamin Rühmann, kurz Ben, ist ein typischer Versagertyp, der nichts auf die Reihe zu kriegen scheint. Nach einem Unfall ist sein ganzes Leben wie aus den Angeln gerissen und er hangelt sich so von Tag zu Tag. Dann plötzlich wird sein Name bei der AchtNacht gezogen. Er hält es für ein schlechten Scherz, aber schon bald wird er von vielen Unbekannten durch ganz Berlin verfolgt.
Es war sehr spannend ihm dabei zu folgen und zu sehen, wie er mit bestimmten Situationen umgeht und sich verhält. Vor allem der Gedanke, wie man selbst handeln würde, ist immer wieder interessant, wenn man seine Gedanken dann mit seinen Handlungen vergleicht.
Auch Arezu ist eine interessante Person, die in ihrem kurzen Leben schon viel erlebt hat. Zusammen mit Ben ergibt sie ein sehr gutes Team ab und sie ergänzen sich immer wieder gegenseitig.
Die anderen Personen waren mehr oder weniger im Hintergrund, aber es gibt eine tolle Überraschung während des Lesens.

Fazit und Bewertung:

"AchtNacht" von Sebastian Fitzek ist ein sehr interessantes und erschreckend reales Experiment, das völlig aus dem Ruder läuft und die Schattenseiten der Menschheit zeigt.
Der Schreibstil war wie immer toll und auch die Twists waren gelungen platziert und so gut wie nicht vorhersehbar.
Der Spannungsbogen war zwar gut, aber an ein paar Stellen hätte da noch mehr gehen können.
Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch!

8 von 10 Bücher!

Kommentare:

  1. Ich habe zwar das Buch noch nicht gelesen, denke aber jetzt schon, dass die Purge-Filme um einiges besser geworden wären, hätte Fitzek die Drehbücher geschrieben ;) Hoffentlich legt sich unsere Bibliothek das Buch bald zu!

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    1. Hey Jari-chan!

      Ja, ich finde Fitzeks Umsetzung auch besser als die "The Purge" Filme! :)
      Da drücke ich dir die Daumen, dass deine Bibliothek schnell das Buch bekommt und du es lesen kannst!

      Liebste Grüße!

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