Samstag, 14. Mai 2016

Buchrezension: Die verschwundenen Kinder

• Autor: Gillian Philips
• Fassung: Hardcover
• ISBN: 978-3-7373-5213-0
• Seiten: 215
• Genre: Kinderbuch, Abenteuer
• Verlag: KJB
• Reihe: 1. Band der "Die Geheimnisse von Ravenstorm Island" Reihe


Klappentext:

Umtost von Wind und Wellen liegt Ravenstorm Island, die geheimnisvolle Insel, weit draußen im Ozean.
Als Molly auf der Insel Ravenstorm ankommt, beschleicht sie sofort ein seltsames Gefühl. Das alte Schloss, in dem sie und ihr Bruder Jack wohnen sollen, ist irgendwie unheimlich. Als Jack spurlos verschwindet, kann sich niemand an ihn erinnern! Außer ihr und ihrem Cousin Arthur. Molly und Arthur sind ganz allein auf sich gestellt, um Jack zu retten. Und dazu brauchen sie all ihren Mut und echte Magie.

Erster Satz:

Ein Windstoß zerriss die Nebeldecke.

Zitat:

Das musste irgendein grausamer böser Zaubertrick sein. Die Möwen kreischten wieder, und das Meer glitzerte in der Sonne. Der klare blaue Horizont war mit weißen Segelbooten gesprenkelt. Ihre Finger umschlossen einen einsamen kleinen Handschuh. Nur Jack blieb verschwunden. (S. 62)

Meine Meinung:

Nach langer, langer Zeit habe ich mir mal wieder zwei Kinderbücher gekauft und dieses war eines davon. Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht und nach dem Klappentext musste ich es einfach mitnehmen. Ich war sehr gespannt darauf, also habe ich es auch kurz darauf schon begonnen und im Großen und Ganzen hat es mir wirklich gefallen.

Molly und ihr kleiner Bruder Jack müssen ihre Ferien auf Ravenstorm Island, bei ihrer Tante und ihrem Onkel verbringen, während ihre Eltern auf Tour mit ihrer Zaubershow sind. Doch die Insel und ihre Bewohner sind irgendwie komisch und ihr Cousin Arthur ist auch nicht grade nett.
Plötzlich verschwindet Jack spurlos und das Seltsame: Niemand, außer Molly und Arthur, kann sich an ihn erinnern! So machen sie sich auf, das Geheimnis zu lüften und Jack wieder zu finden.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, wodurch Kinder der Geschichte problemlos folgen können, und es gibt sehr bildliche Beschreibungen, die die Fantasie anregen und alles sehr leicht vorstellbar machen.
Es ist eine interessante Story, mit einem kleinen, aber gut ausgebauten Spannungsbogen. Das Buch bietet auch ein paar gut gemachte "düstere" Momente, die perfekt für Kinder inszeniert wurden. Allerdings ging mir die Geschichte an einigen Stellen viel zu schnell voran und vor allem wurden einige Dinge sehr schnell von Personen hingenommen, ohne große Erklärungen oder ähnliches.

Molly ist ein toller Hauptcharakter, genauso wie Arthur. Die beiden ergänzen sich wirklich toll, da sie so unterschiedliche Charaktere haben.
Molly ist sehr tapfer und hat immer ihr Ziel, ihren Bruder zu finden, im Kopf. Sie ist clever und kombiniert zusammen mit Arthur schnell die verschiedensten Anhaltspunkte.
Arthur ist zu erst wenig begeistert, dass Molly und ihr Bruder Jack bei ihm und seinen Eltern die Ferien verbringen sollen. Er ist sehr gemein und beachtet sie kaum. Doch nach und nach entwickelt sich eine Verbindung zwischen ihnen, die sehr realistisch dargestellt wird.
Die anderen Charaktere sind leider etwas blass geblieben, vor allem Arthurs Eltern sind klassische Nebencharaktere, die hier und da mal auftauchen, aber nichts zur Story beitragen.
Der Butler und Miss Badcrumble gefielen mir wirklich gut und waren interessant.

Fazit und Bewertung:

"Die verschwundenen Kinder" von Gillian Philips ist ein gelungenes Kinderbuch, mit einigen tollen Momenten und authentischen Hauptcharakteren. Der Schreibstil gefiel mir und wird für Kinder auch angenehm verständlich sein. Auch wenn es hier und da kleinere Schwächen hat, konnte es mich gut unterhalten. Ich freue mich schon auf Band zwei!


8 von 10 Bücher

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