Montag, 25. April 2016

Filmrezension: Ein Mann namens Ove

• Originaltitel: En man som heter Ove
• Produktionsland: Schweden
• Regie: Hannes Holm
• FSK: 12
• Erscheinungsjahr: 2015
• Länge: 116 Minuten
• Genre: Drama






Trailer:


Meine Meinung:

Ich bin ins Kino gegangen ohne auch nur das geringste über die Handlung zu wissen. Mir war bewusst, dass es eine Romanverfilmung war, aber ich hatte keine Zeit mehr, dass Buch zu besorgen und zu lesen. So kann ich diesmal keine Vergleiche zwischen dem Buch und dem Film ziehen.
Doch eins kann ich sagen: Der Film konnte mich komplett von sich überzeugen.

Ove ist ein alter und verbitterter Mann, der sehr viel Wert auf Regeln und deren Einhaltung legt. In seiner Wohnsiedlung macht er jeden Morgen einen Kontrollgang und schreibt seinen Nachbarn Zettel, wenn sie gegen eine Regel verstoßen, auf Arbeit ist er immer pünktlich und stets verlässlich.
Vor einiger Zeit verlor er seine geliebte Frau und versprach ihr, bald nachzukommen.
Als er nun auch noch seinen Job verliert, beschließt er, dass es so weit ist und er will sich umbringen. Doch jeder seiner Versuche scheitert und bald darauf bekommt er neue Nachbarn, die sein Leben völlig auf den Kopf stellen.

Der Film hat einen sehr angenehmen Erzählstil, in dem die gegenwärtigen Ereignisse perfekt durch vergangene Ereignisse, in Rückblenden, ergänzt werden. Das Drehbuch finde ich wirklich gelungen und der ganze Film ist sehr berührend und emotional, allerdings im perfekten Maß, so dass es nie zu viel wirkt.
Vor allem aber der Humor ist das Tolle an "Ein Mann namens Ove"! Der Humor ist die ganze Zeit sehr subtil gehalten und ist wirklich immer an den genau richtigen Stellen. Nie wirkt es unpassend und alle paar Minuten hat mindesten ein Lächeln um den Lippen.
Gelungen war auch das Ende, welches ich als sehr passend empfand. Es brachte die Geschichte zu einem gelungenen, nicht zu gewollt wirkenden und überhaupt nicht kitschigen Ende.

Die Schauspieler haben ihre Arbeit wirklich gut gemacht, aber vor allem drei muss ich hervorheben!
Zum einen Rolf Lassgård als Ove. Zu jeder Zeit habe ich ihm die Rolle des alten, verbitterten Mann abgenommen und auch seinen Schmerz, über den Verlust seiner Frau konnte man spüren. Jedes einzelne Mal, wenn er an ihrem Grab stand und mit ihr sprach, konnte ich fühlen, wie sehr er sie vermisste und wie gerne er bei ihr wäre.
Zozan Akgün hat die Nachbarin Nasanin gespielt, die sich langsam in sein Leben schleicht und es, gemeinsam mit ihrer Familie, komplett auf den Kopf stellt. Dies war ihre erste Filmrolle und schon diese hat sie grandios gelöst.
Und auch Ida Engvoll war absolut klasse. Sie spielt Oves Frau Sonja, die man immer wieder in Rückblenden sehen kann. Auch sie hat toll geschauspielert und auch ihre Rolle nach ich ihr immer ab. Vor allem zusammen mit Filip Berg, er spielt den jungen Ove, hat sie toll harmoniert.

Fazit und Bewertung:

"Ein Mann namens Ove" konnte mich von der ersten bis zur letzten Minute begeistern. Es ist ein wundervoller, berührender, aber auch sehr humorvoller Film. Die Geschichte wird toll erzählt und grandios geschauspielert.


9/10 Popcornbecher

Kommentare:

  1. Hey!

    Ich hab den Film leider nicht im Kino gesehen, bei uns läuft der nur wenig und ich werds wohl auch nicht mehr schaffen - aber ich möchte ihn mir unbedingt anschauen! Ich hab das Buch gelesen und war davon schon so begeistert. Da muss der Film auf jeden Fall sein; und vor allem nach deiner lobenden Kritik :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Huhu Aleshanee,

      ich kann den Film wirklich nur wärmstens empfehlen. Wie schon gesagt, kann ich nicht zwischen Buch und Film vergleichen, aber das mache ich sowieso eher ungern. ;) Das Buch möchte ich unbedingt auch irgendwann einmal lesen. :)

      Liebste Grüße zurück!

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