Donnerstag, 7. April 2016

Buchrezension: Seelenangst

• Autor: Veit Etzold
• Fassung: Taschenbuch
• ISBN: 978-3-404-16844-6
• Seiten: 410
• Genre: Krimi/Thriller
• Verlag: Bastei Lübbe
• Reihe: 2. Band der "Clara Vidalis" Reihe

Klappentext:

Er wird dich töten.
Deinen Leib.
Und deine Seele.
Denn sein Motiv geht über den Tod hinaus.

Erster Satz:


Er sah seine Augen in dem Spiegel, seine Augen und sein Gesicht, das ihm im kalten Licht der Neonröhre wie ein Totenschädel entgegen starrte.

Zitat:

"Mitternacht", sagte sie. "Ich schlage vor, das war's für heute." "Geisterstunde", ergänzte MacDeath. "Ja, nur haben wir auch so schon genug Geister." (S.113)

Meine Meinung:

Nachdem mir der erste Band "Final Cut" so gefiel, hielt ich es kaum aus und holte mir schon kurz darauf den zweiten Band um ihn auch gleich zu beginnen. Leider konnte er mich nicht so begeistern, wie sein Vorgänger und das lesen hat sich sehr in die Länge gezogen.
Ich fand einfach keinen Zugang, was mir das lesen zusätzlich erschwerte.

Nachdem die Ereignisse mit "Dem Namenlosen" hinter Clara Vidalis und ihrem Team liegen, haben sie es nun mit dem nächsten psychopathischen Serienmörder zu tun. "Der Drache" treibt sein Unwesen in Berlin. Seine Morde haben einen so sadistischen Hintergrund, dass sich Clara schon bald auf den Weg nach Rom macht, um sich mit dem obersten Exorzisten des Vatikans zu treffen...

Wie schon im ersten Band gefiel mir auch hier der Schreibstil von Veit Etzold total gut. Er hat einen eigenen und vor allem wiedererkennbaren Stil. Die Morde und auch alle möglichen anderen Taten beschreibt er sehr detailliert, was mir sehr gut gefällt, aber sicherlich nichts für jeden ist.
Leider hatte das Buch immer wieder langweilige Stellen und wirkliche Spannung kam auch erste gegen Ende bei mir auf.

Die Charaktere waren die gleichen, wie auch schon im ersten Band und werden von einigen Nebencharakteren ergänzt, die für den Fall relevant sind. Doch leider machen die LKA-Mitglieder um Clara Vidalis, als auch sie selbst, keinerlei Entwicklung durch. Clara Vidalis wirkt auf mich immer noch stereotyp und ein wenig flach. Trotz allem waren mir die Hauptcharaktere sympathisch.

Der Fall konnte mich leider nicht so ganz mit sich ziehen und interessierte mich nicht so sehr. Zwar war der Hintergrund der Taten schon ganz interessant, aber irgendwie fand ich keinen richtigen Zugang.
Bei dem Fall geht es viel um die Kirche und Religion, was mir schon nach einigen Seiten sehr auf die Nerven ging, da einem so viele verschiedene "Fremdwörter" um die Ohren gehauen werden, dass ich Mühe hatte, bei all den Monologen und Dialogen über die Religion und die Kirche, mit zukommen.
Auch waren die vielen verschiedenen neuen Namen sehr verwirrend und ließen mich nur schwer in die Geschichte kommen. In diesem Band gibt es wahnsinnig viele Perspektiven und dadurch, dass man am Anfang der Kapitel keinen Anhaltspunkt bekommt, aus welcher Sicht grade erzählt wird, ist es durch aus in einigen Kapiteln zunächst verwirrend. Irgendwann hatte ich mich an alle Personen und Erzählweisen gewöhnt und kam stetig besser damit klar.


Fazit und Bewertung:

"Seelenangst", der zweite Band der "Clara Vidalis" Reihe, konnte mich leider nicht so begeistern, wie sein Vorgänger. Die Thematik mit der Religion, die vielen verschiedenen Namen und Perspektiven und der eher langweilige Fall, machten es mir schwer in die Geschichte zu kommen und ich hatte während der gesamten Lesezeit so meine Schwierigkeiten.
Der Schreibstil war, wie in Band eins, wahnsinnig toll und ich werde den dritten Teil auf alle Fälle lesen, in der Hoffnung, dass mir dieser wieder besser gefallen wird.

6,5/10 Bücher

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