Dienstag, 5. April 2016

Buchrezension: Gute alte Zeit

• Autor: Robert Kirkman
• Fassung: Comic, Hardcover
• ISBN: 978-3-936480-31-3
• Seiten: 140
• Genre: Horror, Dystopie
• Verlag: Image
• Reihe: 1. Band der "The Walking Dead" Reihe

Klappentext:

Wie viele Stunden hat ein Tag, wenn man nicht die Hälfte davon vor dem Fernseher verbringt? Wie lange ist es her, dass wir uns wirklich anstrengen mussten, um etwas zu bekommen, das wir wollten? Wie lange ist es her, dass wir etwas wollten, das wir wirklich brauchten?
Die Welt, die wir kannten, ist Vergangenheit. Die Welt des Kommerzes und der Dekadenz ist einer Welt der Verantwortung und des Überlebens gewichen.
Eine Epidemie apokalyptischen Ausmaßes lässt rund um den Globus die Toten auferstehen, um sich an den Lebenden schadlos zu halten.
Nach ein paar Wochen ist die Gesellschaft am Ende. Es gibt keine Regierung mehr. Keinen Supermarkt. Kein Internet. Kein Kabelfernsehen.
In einer Welt, die von den Toten regiert wird, sind wir gezwungen, endlich unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.


Meine Meinung:

Seit einigen Jahren verfolge ich nun schon die Serie "The Walking Dead", die auf diesem Comic basiert und war schon länger daran interessiert, wie denn die Comicvorlage so ist. Meine Neugierde hat gesiegt und so habe ich mir den ersten Band geholt. Tja, jetzt hab ich den Salat. Ich finde den Comic total toll und warte aktuell darauf, dass der dritte Band bei mir eintrifft, damit ich endlich weiterlesen kann. Aber kommen wir erst einmal zum ersten Band "Gute alte Zeit".

Der Polizist Rick Grimes wacht nach langer Zeit aus dem Koma auf und findet sich in einer völlig zerstörten Welt wieder. Vollkommen auf sich allein gestellt läuft er durch das Krankenhaus, doch findet keine Menschenseele - zumindest keine lebenden Menschen. Überall laufen die Toten herum und Rick flüchtet aus dem Krankenhaus, aber in der Welt draußen sieht es genauso schrecklich aus. So macht er sich auf den Weg seine Familie wieder zu finden und muss so einiges überstehen!

Kommen wir zuerst einmal zu dem wohl wichtigsten Aspekt bei einem Comic: die Zeichnungen.
Die Zeichnungen haben mir wahnsinnig gut gefallen. Sie sind zwar recht einfach gehalten, aber bringen trotzdem sehr gut die Gefühle, der Situationen oder der gezeigten Charaktere, herüber.
Während dem kompletten Band gab es keine langatmigen Szenen, bei denen ich mich langweilte. Leider werden dadurch aber auch einige Szene sehr schnell abgehandelt und so fehlte mir in vereinzelten Situationen ein wenig mehr Tiefgang, aber es waren nur ein paar vereinzelte, so dass mein Lesevergnügen nicht großartig gestört wurde.
Trotzdem schafft es der Autor Robert Kirkman mit wenig Worten viel und vor allem emotional zu erzählen. Der Comic Band endet mit einer sehr gut gewählten Szene und lässt den Leser wortlos zurück.

Im ersten Band werden mehr als 15 Charaktere vorgestellt. Jeder Charakter wird kurz und knapp vorgestellt, aber trotzdem weiß man alles, was zu Anfang wichtig ist, über jeden einzelnen Charakter.
Ich finde die Idee klasse, dass man als Leser genauso wenig weiß, wie Rick am Anfang. Man wird einfach in die TWD Welt geworfen und erfährt erst Stück für Stück, gemeinsam mit Rick, was sich zugetragen hat, als dieser im Koma lag.
Mehr möchte ich in dieser Rezension nicht über die einzelnen Charaktere erzählen, da ich niemandem etwas vorweg nehmen möchte.

Der Comic im Vergleich zur Serie:

Ich werde keine Spoiler zur Serie oder dem Comic schreiben!
Während es in der Serie seine Zeit dauert, bis man alle Charaktere mit Namen und einigen Zusatzinformationen kennengelernt hat, werden im Comic nur ein paar Seiten gebraucht und trotzdem weiß der Leser alles relevante. In der Hinsicht gefiel mir der Comic etwas besser, da er sich nicht lange mit Nebensächlichkeiten aufhält.
Auch die Charaktere selbst wirken viel logischer und authentischer als in der Serie, vor allem aber sind sie mir meistens sympathischer gewesen.
Der Comic wird dadurch natürlich auch schneller erzählt, als die Serie, was mich die meiste Zeit nicht groß störte, doch einige Szenen waren dann auch zu schnell abgehackt, bei denen sich die Serie etwas mehr Zeit nimmt.
Doch eines ist sehr wichtig zu erwähnen: Die Serie geht oft andere Wege als die Comicvorlage. So dass man sich nie sicher sein kann, dass alles so passiert, wie in der Serie bzw. dem Comic, je nachdem was man als erstes gesehen oder gelesen hat.

Fazit und Bewertung:

Der erste Band der "The Walking Dead" Reihe, namens "Gute alte Zeit", gefiel mir richtig gut und ich bin total im TWD Comic Fieber. Jede einzelne Zeichnung gefiel mir total gut und durch die Zeichnungen wird schon viel erzählt. Die schnelle Erzählweise war die meiste Zeit über sehr angenehm, doch in eingen Szenen fehlte mir dadurch ein wenig der Tiefgang.
Der Band ließ mich mit einem spannendem Ende zurück und ich musste sofort den zweiten Band haben und lesen.

8/10 Bücher!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen